"Tafelrunde" - Warum eigentlich "Tafelrunde" ?

Tafelrunde der Freizeitgruppe-Bremen
Freizeitgruppe Bremen - Tafelrunde

Warum unsere gemeinsamen Essen „Tafelrunde“ heißen

Wir werden immer wieder gefragt, wie wir in der Freizeitgruppe Bremen eigentlich auf den Begriff „Tafelrunde“ für unsere gemeinsamen Restaurantbesuche gekommen sind.

Die Idee, regelmäßige Treffen in Restaurants in unser Freizeitprogramm aufzunehmen, stand schon ganz am Anfang fest. Geplant war ein monatliches gemeinsames Essen in wechselnden Lokalen – möglichst organisiert von unterschiedlichen Mitgliedern. So lernt man neue Restaurants kennen, auf die man selbst vielleicht gar nicht gekommen wäre.

Was uns allerdings nicht gefiel, war der oft verwendete Begriff „Stammtisch“. Für uns klang das zu altmodisch und weckte schnell Bilder von einer festen Herrenrunde, viel Alkohol, einer dunklen Kneipe mit schweren Eichentischen und einem Schild „Reserviert für Stammtisch xyz“.
Vielleicht ist das nur unsere persönliche Wahrnehmung – aber genau dieses Bild wollten wir nicht vermitteln.

Beim gemeinsamen Überlegen – oder neudeutsch gesagt: beim Brainstorming – hatte Heike schließlich die Idee: „Tafelrunde“. Das klang sofort passend, also haben wir uns näher mit dem Begriff beschäftigt.

Ursprung des Begriffs

Der Ausdruck „Tafelrunde“ stammt aus mittelalterlichen Sagen und Legenden, vor allem aus dem Umfeld von König Artus.

Im Mittelpunkt steht dort die berühmte „Runde Tafel“, an der die Ritter gemeinsam saßen.

  • „Tafel“ bezeichnete schlicht den Tisch, an dem gegessen und beraten wurde.
  • „Rund“ war der Tisch deshalb, weil alle als gleichrangig gelten sollten – es gab keinen Ehrenplatz am Kopfende.

Heutige Bedeutung

Heute wird der Begriff „Tafelrunde“ im übertragenen Sinn verwendet:

  • für Treffen gleichberechtigter Menschen an einem Tisch,
  • für gesellige Runden unter Freunden oder in Vereinen,
  • oder für Gesprächsrunden ohne hervorgehobene Positionen.

Kurz gesagt: Die Tafelrunde steht für Gleichheit, Gemeinschaft und gemeinsamen Austausch.

Und genau das möchten wir mit unserer Freizeitgruppe ausdrücken.

Menschen aus Bremen und Umgebung treffen sich, essen und trinken gemeinsam, unterhalten sich, diskutieren und haben Spaß miteinander. Dabei sind alle gleichberechtigt – niemand steht über anderen, und für alle gelten dieselben Regeln.

Damit war die Entscheidung schnell gefallen: Unsere gemeinsamen Restauranttreffen heißen seitdem „Tafelrunden“. 🙌

Heike hat nach längerer Recherche sogar noch ein passendes Symbolbild gefunden, das wir als Platzhalter verwenden, solange zwar Termin und Datum feststehen, aber Ort oder Details einer Tafelrunde noch nicht endgültig festgelegt sind.
Zwar ohne Ritter – aber mit einer königlichen Gesellschaft an einem runden Tisch, an dem alle gleichberechtigt zusammensitzen.

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Nachtrag von 2025:

In unserem letzten Urlaub im September dieses Jahres auf Rügen besuchten Heike und ich auch in Binz die Sandskulpturen-Ausstellung in Prora.
Eine faszinierende Zusammenstellung von riesigen Sandskulpturen (einzelne bis zu 9 Meter hoch) von 25 internationalen Künstlern.

Mit dabei war eine Sandskulptur von König Artus Tafelrunde.
Die musste ich natürlich sofort fotografieren.
Vielleicht sollten wir die zukünftig für Platzhalter-Beiträge unserer Tafelrunden benutzen ?